Der Goldene Schnitt

oder das Mysterium der Schönheit

Man teilt eine Strecke so in zwei Teile, dass der kleiner Teil (Minor) sich zum größeren Teil (Major) genau so verhält, wie der größere Teil zum Ganzen.

Als Formel ausgedrückt gilt:

a/b = (a+b)/b

sehr vereinfacht kann man aber auch eine Drittelteil treffen.

 

Das Businessportrait- was es bringt und wie man es vorbereitet

Der erste Eindruck entscheidet oft darüber, ob jemand Interesse entwickelt mehr von einer Person zu erfahren oder nicht.

Für ein überzeugendes professionelles Portrait ergibt sich daraus für mich als Fotografin die Pflicht, das was im Business von Bedeutung ist, im Foto auszudrücken und entsprechend zu präsentieren.
Ziel ist es, die Persönlichkeit eines Menschen zu unterstreichen und sichtbar zu machen.

Professionelles Studiolicht mit verschiedenen Lichtformern bringt die Augen zum Strahlen, eliminiert harte Schatten und formt die Gesichtszüge in vorteilhafter Weise.

Tipps zur Vorbereitung:

Tragen Sie Kleidung , die in Ihrem professionellen Umfeld üblich ist.
Dezentere Farben sind eher vorteihaft, auffällige Farbe und sehr helle Kleidung lenken den Betrachter vom Gesicht ab.

Das Make up sollte natürlich sein.

Mit Puder lassen sich glänzende Gesichtspartien überdecken, reflektierender Lidschatten kann zu Überbelichtungen führen.
Ein dunkler Lippenstift ist besonders vorteilhaft für schwaz-weiß Aufnahmen.

 

suitRGB

Der von Student Henning Wolters neu entwickelte Farbraum suitRGB stellt eine zeitgemäße Alternative zum lang etablierten Farbraum sRGB dar. Er richtet sich besonders auf die medienneutralen Wiedergabe des Farbraums auf modernen Mobilgeräten wie  iPad 1-4, iPad Air, iPad Mini Retina, Samsung Galaxy S5, Sony Xperia z um eine bestmögliche Ausnutzung der jeweiligen Displays zu erzielen.

 

Bewerbungsfotos

Hier ein paar Tipps:
Wie sieht die perfekte Bewerbung aus? Welchen Stellenwert hat das Bewerbungsfoto und wie sollte es aussehen?

Keine Sorge, es gibt keine geheimen Kriterien für ein erfolgreiches Bewerbungsfoto. Beim Bewerbungsfoto kann man allerdings einiges falsch machen – aber wie wichtig ist es überhaupt?

Bewerbungsfotos sind seit Inkrafttreten des 2006 beschlossenen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes in Deutschland keine Pflicht mehr. Unbewusst werden Personalentscheidungen jedoch subtil vom Erscheinungsbild des Bewerbers beeinflusst und es liegt darin eine große Chance.

Natürlich sollten alle Elemente einer Bewerbungsmappe einen positiven Eindruckhinterlassen, aber das Foto ist das emotionalste davon, und dementsprechend wichtig ist dessen Qualität.

Urlaubsschnappschüsse, Automatenfotos, ein Ausschnitt aus dem letzten Familienfoto oder eingescannte Fotos haben in einer Bewerbung nichts zu suchen.

Das Bewerbungsfoto transportiert zwei wesentliche Aussagen zugleich:

– es sagt etwas über den abgebildeten Menschen aus und
– welchen Stellenwert hat die Bewerbung für den Bewerber

1. Das Foto sollte vor allem aktuell sein, nicht älter als zwölf Monate – schließlich will man ja wiedererkannt werden

2. Es sollte kein Passfoto und auch kein Ganzkörperfoto sein

3. Eine Denkerpose oder abgrundtiefes Dekolleté können spannend sein, sind aber völlig ungeeignet für eine Bewerbung.

4. Was sollte man auf dem Bewerbungsfoto anziehen?

Das hängt von der Position ab, um die man sich bewirbt. Weder eine Kostümierung noch eine theatralische Inszenierung geben ein insgesamt stimmiges Bild ab.

Ein Trainingsanzug,  ist auf jeden Fall ein no go.

Wenn man sich als Fitnesstrainer bewirbt, ist der Dreiteiler mit Krawatte völlig unangebracht – andererseits hat das Poloshirt nichts in einer Bewerbung im Bankenwesen zu suchen.

Verzichten Sie auf Kleidungsstücke mit grellen Farben, Schriftzügen oder Mustern.

5. In jedem Fall sollte das äußere Erscheinungsbild gepflegt, die Haare ordentlich gekämmt und die Kleidung flecken-, fussel- und faltenfrei sein

6. Wer natürlich lächelt und direkt in die Kamera blickt, wirkt sympathisch und signalisiert damit Offenheit und Freundlichkeit. Das ist wichtiger als perfekte Schönheit.

7. Wer für ein Bewerbungsfoto zum professionellen Fotografen geht, ist auf der sicheren Seite.

Fazit:

Man wird nicht alleine wegen des Fotos eingestellt, aber man kann wegen des Fotos nicht eingestellt werden.

 

 

Farbmanagement

Ist euch/Ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass eure/Ihre Fotos nicht immer zurück vom online Printservice so sind wie zu Hause am Computer?

Die voreingestellten Kategorien der Kamera, des Computers und die automatischen Optimierungsfunktionen der meisten online-Printsevices nehmen uns viel Arbeit ab – scheinbar.

Bin ich mit den Automatismen zufrieden, dann muss ich nichts ändern. Wenn man jedoch den Anspruch hat, eine hohe Qualität in den Fotos zu erreichen, wird man sich zwangsläufig mit den verschiedenen Farbräumen beschäftigen müssen. (ECI RGB, Adobe RGB, sRGB, ISO Coated CMYK usw.) Die Grafik zeigt wie unterschiedlich der Umfang der verschiedenen Farbräume ist. Es wird deutlich, wenn erst einmal in einem kleinen Farbraum fotografiert wurde, dann können fehlende Farbinformationen nachträglich am Computer nicht mehr hergestellt werden. Manche Farben in einem bestimmten Farbraum lassen sich in einem anderen gar nicht darstellen (Gammut). Siehe Grafik unten.

Farbraum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine digitale Spiegelreflexkamera kann zirka 1,6 Millionen Farben wiedergeben, der Adobe RGB-Farbraum umfasst zirka 1,3 Millionen Farben und der sRGB-Farbraum an die 900.000 Farben. Man muss kein großer Rechenkünstler sein, um zu erkennen, dass der Adobe RGB Farbraum annähernd 50 Prozent mehr an Farben umfasst als sRGB. Prinzipiell sollte man immer im Adobe RGB Farbraum fotografieren, denn so hält man sich alle Optionen offen.

Schnell wird klar, dass es viele Einflussfaktoren gibt. Es beginnt bei der Kameraeinstellung, geht weiter über die Kalibrierung des Monitors, die Einstellungen in der Bearbeitungssoftware, die Einbettung oder Zuweisung des Farbraums zu den Bilddateien, die Kalibrierung des Druckers und schlussendlich auch darum, wie die Bilddatei verwendet werden soll. Wird eine Verwendung ausschließlich auf digitalen Monitoren ins Auge gefasst, so ist es sinnvoll die Dateien im sRGB Farbraum anzulegen, weil Monitore diesen am besten darstellen können. Oder soll gedruckt werden und wenn ja, auf welchem Medium sprich Papier, d.h. welches ICC-Profil soll zur Anwendung kommen.

Meine Fotografien sind alle durch diese Entscheidungsprozesse gelaufen, weshalb ich mich auch entschieden habe, selbst auszudrucken, um die größtmögliche Kontrolle über die Entstehung, Bearbeitung und das Ergebnis dieses Prozesses in meinen Fotografien zu haben.

Gerne berate ich hier weiter und drucke eure/Ihre besten Fotos auf edlen Papieren aus. Ich freue mich auf euren/Ihren Anruf.

RAW

sind Basisbilddaten von digitalen Kameras, die zur Darstellung und Weiterverarbeitung zuerst in Tiff oder Jpeg umgewandelt und in einen Farbraum transferiert werden müssen.

Adobe RGB

ist ein 1998 von Adobe entwickelter Farbraum, der die meisten CMYK-Farben wiedergeben kann. Es ist der Standardfarbraum von Digitalkameras für den Profibereich.

Dyetinte

ist eine wasserlösliche Druckflüssigkeit, ihre kleinsten Moleküle haben eine Größe von 2nm, weshalb im Ausdruck feinste Strukturen gut abgebildet werden können.

ECI

…steht für European Color Initiative und ist eine Expertengruppe, die sich mit der medienneutralen Verarbeitung von Farbdaten in digitalen Publikationsprozessen beschäftigt. Sie wurde im Juni 1996 auf Initiative der Verlagshäuser Bauer, Burda, Gruner+Jahr und Springer in Hamburg gegründet.

color banding

sind streifige Abbildungen in weichverlaufenden, ähnlichen Farbbereichen, wenn im Ausgabemedium bzw. -gerät nicht genügend Farben zur Verfügung stehen.

Wenn man die Fotos mit einer höherer Farbtiefe, also mit 16 bit statt nur mit 8 bit anlegt, kann man diese Problem im Keim ersticken.